Mehr über Kai Adomeit

Kai Adomeit (Klavier) Es ist ein außergewöhnlicher Weg, den der Pianist Kai Adomeit zu gehen hatte. Sein Start in die Pianistenkarriere war brillant. Bereits im Alter von 23 Jahren nahm er sämtliche Klavierkonzerte Rachmaninows auf; eine vielbeachtete und mit dem “CHOC” des “Monde de la Musique” ausgezeichnete Einspielung, der rasch weitere Aufnahmen (Dvorák, Liszt) folgten. Er spielte u.a. mit den Rundfunkorchestern des BR und des SWR, dem RSO Ljubljana, der Bohuslav-Martinu-Philharmonie, dem philharmonischen Orchester Minsk und der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Von der Frankfurter Rundschau wurde der junge Musiker als “Insidertipp unter den deutschen Pianisten” gehandelt.

Ein Schicksalsschlag in Form von schwerer Krankheit unterbrach jedoch seine erfolgreiche Laufbahn und zwang ihn, sich vom Konzertleben zurückzuziehen. Dank seines herausragenden Talents, seiner Liebe zur Musik sowie seiner Willensstärke und Ausdauer überwand er jedoch seine Krankheit. Er konzentrierte sich mit stetig wiederkehrenden Kräften darauf, sein Repertoire zu erweitern und neue musikalische Energien zu schöpfen.

Als Orchesterpianist der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz wie auch zahlreicher weiterer namhafter Orchester in Deutschland, England den USA, u.a. unter Dohnanyi, Klee, Salonen, Segerstam, Rasilainen, Maazel oder Previn, sammelte er seither wertvolle musikalische Eindrücke.

Kai Adomeit, „Das Phänomen“ (Mosnews), wird bei seinen Auftritten vom Publikum wie von der Presse gleichermaßen gefeiert. Dabei vermag er seine Zuhörer und Kritiker ebenso für seine Recitals (2009/10 Russland-Tourneen u.a. mit den zwölf transzendenten Etüden von Liszt) wie für seine Auftritte als Kammermusiker zu begeistern. Auch als Liedbegleiter ist er prominent hervorgetreten, etwa im Duo mit Christiane Oelze, Renée Morloc oder Thomas Pfeiffer. Seit Jahren arbeitet er außerdem mit dem Dirigenten und Leiter der Filmphilharmonie Frank Strobel im Klavierduo wie auch als Filmmusiker zusammen u.a. in den Soundtracks zu „Der Schatz“ (Musik: Max Deutsch), „Das neue Babylon“ (Musik: D.Schostakowitsch) und aktuell „Die Päpstin“ (Musik: Marcel Barsotti). 2011 führte er erstmals live Gottfried Huppertz Originalmusik zu Fritz Langs historischem „Nibelungen“-Stummfilm in der originalen Klavierfassung auf.

Während des Liszt-Jahres 2011 spielte er verschiedene Programme, in denen jeweils ein Hauptwerk Liszts im Mittelpunkt steht: Die h-Moll-Sonate, die zwölf transzendenten Etüden, die „Wanderjahre“ und die Opernfantasien. Den Zyklus der transzendenten Etüden spielte er u.a. in St. Petersburg, Odessa, Riga, Frankfurt und Mannheim. 2012 führte ihn eine Tournee durch die USA, u.a. mit Bachs „Goldbergvariationen“ sowie erneut nach Russland mit Klavierkonzerten von Beethoven, Brahms und dem Romantischen Klavierkonzert von Joseph Marx. 2013 stand für ihn im Zeichen eines Haydn-Projekts mit Aufführungen und Aufnahmen der Klaviersonaten Joseph Haydns.

In unserem Benefizkonzert hören wir Kai Adomeit mit dem Konzert für Klavier und Orchester B-Dur von Johannes Brahms.